Legierungen

Während das Schmuckmetall Silber bei Schmuck praktisch nur eine Legierung kennt, stehen bei Platin 2 und beim Gold hierzulande sogar 3 bis 5 Legierungen zur Verfügung.

Die Legierung 333, in manchen Fällen auch 375-Gold, zielt einzig und allein auf den niedrigen Preis ab. Rein optisch und auf den ersten Blick ist eine Verwechslung mit hochwertigem Schmuck leicht möglich und vielfach auch erwünscht.
Schier unendliche viele Imitationen oder künstlich hergestellten Steine tragen dazu bei, auch für wenig Geld einen attraktiven „echten“ Schmuck zu tragen zu können.

Interessant wird Schmuck jedoch erst ab 585, denn erst hier besitzt Feingold auch die Mehrheit und kann zurecht als Gold angesprochen werden. Ab dieser Legierung wird bei Gelbgold nur noch Silber und Kupfer mit eingeschmolzen, was Vorteile in der Hautverträglichkeit haben kann. Auch bekommen länger getragene Schmuckstücke in 333 oft ein weniger attraktives Aussehen, weil das Material eine etwas andere Färbung besitzt und sich auch gerne durch Umwelteinflüssen eine dunklere Oberfläche ergibt.

585-Gold ist die Legierung, welche am häufigsten Verwendung für guten Schmuck findet, weil es das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Selbst die Verarbeitung von hochwertigen Steinen macht auch in 585-Gold Sinn.

750 und auch 900 Gold sind in unseren Breiten eher hochpreisigem Schmuck vorbehalten. Anders in Ländern wie der Türkei, wo erst ab solch hohen Goldanteilen wirklich von Gold gesprochen wird.

Platin wurde ursprünglich nur in 950 legiert. Neuerdings (Stand 2019) verbreitet sich auch eine 600er Legierung, um wie bei 333-Gold den Preis zu drücken.

Betrachtet man den Trauringkauf, so zeigt sich am deutlichsten, warum es die verschiedenen Golde gibt. Hier entscheidet fast ausschließlich der Preis über die Wahl der Legierung.

Bleibt anzumerken,
dass das bessere Gold für Trauringe leider kein Garant für eine bessere Ehe ist … 😉

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